Verödung (Schaumsklerosierung) von Krampfadern

Was sind Besenreiser und kleinste Krampfadern?

Besenreiser liegen dann vor, wenn dünnste Venen blau oder rot durch die Haut schimmern, wie ein Spinnennetz oder eine Landkarte (siehe Bild links). Man kann sie mit dem Finger wegdrücken, sie füllen sich jedoch schnell wieder. Kleinste Krampfadern, sprich, Venen, die wie ein Spaghetti unter der Haut zu sehen sind, werden auch Netzkrampfadern oder retikuläre Venen genannt (siehe Bild rechts).

Behandlungsmöglichkeiten je nach Ursache und Ausdehnung

Liegen „echte“ Krampfadern der Stammvenen vor, werden diese zunächst einmal behandelt, da sich oft danach die sichtbaren kleinsten Venen zurückbilden. Ist die Behandlung der Krampfadern abgeschlossen oder liegen gar keine Krampfadern zugrunde, kann man die sichtbaren Venen veröden.

Verödung: Es wird ein Medikament in die Vene eingespritzt, das die Venenwand reizt und somit eine Venenwandentzündung setzt. Die Vene verklebt, das Blut kann sie nicht mehr füllen und somit verschwindet die Vene optisch. Dies Ergebnis stellt sich in den Tagen / Wochen nach der Behandlung ein.

Häufige Fragen zur Verödung:

Wann darf die Behandlung nicht durchgeführt werden?

Bei akuten Infekten im Beinbereich und bei stärksten arteriellen Durchblutungsstörungen (Schaufensterkrankheit).

Kann die Behandlung Schaden anrichten?

Die Verödung kann allergische Reaktionen hervorrufen. Daher wird in der ersten Sitzung zunächst eine kleinere Menge verwendet, um dies zu testen. Das Verfahren kann bräunliche Flecken zur Folge haben, die zunächst als kleine Verhärtungen unter der Haut tastbar sind. Um das Auftreten von dauerhaften Braunverfärbungen zu vermeiden, müssen diese Verhärtungen mit einer kleinen Nadel angestochen werden und ihr Inhalt (altes Blut) entleert werden. In seltensten Fällen können Hautwunden als Reaktion auf die Behandlung auftreten. Wir kontrollieren den Verlauf gerne nach 2 – 4 Wochen. Dann werden ggf. kleinste Gerinnsel aus den verödeten Venen angestochen und ausgepresst – das beugt dem Auftreten von braunen Flecken vor. Nach der Behandlung sollte eine direkte Sonneneinstrahlung (auch Sonnenbank) für rund 4 Wochen gemieden werden, da dauerhafte Verfärbungen auftreten können.

Wie oft muss die Behandlung durchgeführt werden?

Das hängt vom Ausmaß der Erkrankung ab. In der Regel sind es 2 – 3 Sitzungen, bei ausgedehnten Befunden jedoch auch deutlich mehr.

Was kann man tun, um die Wirkung zu verstärken?

Regelmäßig sanften Sport treiben (spazieren gehen, Rad fahren, schwimmen, walken). Für zwei Wochen Kompressions– oder Stützstrümpfe tragen.
Beine hochlegen, wann immer dies möglich ist
Beine nach der Dusche oder dem Wannenbad kalt abduschen (nach Kneipp)

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